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Gütersloh, 26.03.2017

Aktuelles

Rad-Suche für Gütersloh

24.02.17

Bürgerstiftung Gütersloh und Fahrradwerkstatt suchen reparaturbedürftige Fahrräder für geflüchtete Menschen

Ludger Klein-Ridder und Otto Holdijk hoffen auf die Aufräumlust der Gütersloher im Frühjahr: Seit über einem Jahr engagieren sich die Ehrenamtlichen schon für geflüchtete Menschen und versorgen sie mit gebrauchten, reparierten Fahrrädern. So können unsere Neueinwohner in der Stadt mobil sein und am sozialen Leben teilhaben. Jetzt braucht das Projekt dringend Nachschub - wer ein altes Rad in Keller, Schuppen oder Garage hat, kann es an die Initiatoren weiter geben.

"Wenn ich donnerstags um 14.00 Uhr an der Radstation mit möglichst drei reparierten Rädern vorfahre, werde ich von einer Traube von "Radsuchenden" empfangen", berichtet Ludger Klein-Ridder. Und obwohl er im letzten Jahr gut 300 reparierte Fahrräder weitergeben konnte, hat er noch weit über 200 Namen von Menschen auf seinen Listen stehen, die sich über ein Fahrrad freuen würden. "Jetzt hoffen wir auf Frühlings-Nachschub - wir suchen dringend alte Räder, die wir wieder flott machen und dann weiter geben", sagt Otto Holdijk.

Die Initiative, geflüchtete Menschen mit Rädern zu versorgen, ging 2015 von Ludger Klein-Ridder aus. Tatkräftig unterstützt wird er von seinem Freund Otto Holdijk. "Er hat sich schon fast übergroße Mühe gegeben und viel Zeit ins Schrauben und Flicken gesteckt - großartige Unterstützung, das muss einfach mal gesagt werden!" Die gespendeten Alträder stammten aus vielen Quellen: nicht nur von Bürgerinnen und Bürgern Güterslohs und umliegender Kommunen, sondern auch von Firmen und der Deutschen Bahn.

Die Bürgerstiftung Gütersloh hat vor gut einem Jahr 1.000 Euro für die Sachkosten der Reparatur aus dem Spendenfonds „Engagement für Flüchtlinge" zur Verfügung gestellt. "Damit haushalten wir sparsam und es sind noch Mittel übrig", sagt Klein-Ridder. Außerdem nimmt er für jedes Rad 10 Euro ein, damit die Reparaturkosten gedeckt sind und die Menschen einen Eigenbeitrag für das "neue" Rad leisten.

Klein-Ridder hat fast täglich Kontakt mit den Geflüchteten und er weiß um ihre Bedürftigkeit. "Jede Woche sehe ich enttäusche Gesichter - weil ich schon wieder kein Rad anbieten kann. Aber vielleicht bringt der Frühling frischen Wind in unsere Rad-Sache." Spender können sich an Ludger Klein-Ridder wenden, der die alten Räder gegebenenfalls auch abholt. Kontakt: Ludger Klein-Ridder 0152 24348299 oder 33513 (AB), lukret-at-gmx.de. Weitere Informationen unter: fluechtlingshilfe-guetersloh.de/spenden/

Bildzeile:

Dr. Hauke Hartmann vom Spendenfonds „Engagement für Flüchtlinge“ der Bürgerstiftung Gütersloh, Otto Holdijk und Ludger Klein-Ridder bei der Übergabe von wieder einsatzbereiten Fahrrädern an geflüchtete Menschen. Sie verbinden dies mit einem Spendenaufruf! Der Bedarf ist groß!