Bürgerstiftung Gütersloh.
Von Bürgern – Für Bürger.

25. Langenachtderkunst in Gütersloh

Die Langenachtderkunst, organisiert vom Fachbereich Kultur der Stadt Gütersloh und maßgeblich gefördert durch die Bürgerstiftung, feiert in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum. Am Samstag, 16. Mai, verwandelt sie die Innenstadt in eine große Bühne: An 43 Stationen warten ab 19 Uhr Malerei und Musik, Tanz und Theater, Performances, Installationen, Mitmachaktionen und so manche Überraschung auf interessierte Nachtbummler. Neben „alten Hasen“, die schon seit Jahren Mitstreiter der publikumsträchtigen Veranstaltung sind, haben auch neue Institutionen den Weg ins abwechslungsreiche Programm gefunden.

Die große Eröffnung startet bereits um 18.30 Uhr mit gut 200 Tänzerinnen und Tänzern auf dem Berliner Platz mit der Wettkampfformation „Unique“ Commercial Dance & Hip Hop. Sie sind 2025 Deutscher Meister und Vizemeister bei der Streetdancefactory geworden. Ihre Performance befasst sich mit dem Thema „Hoffnung“ und mit „Promising Young Woman“ setzen sie sich tänzerisch mit der Gewalt an Frauen auseinander. Marc Grundmann von der Tanzschule „danceair“ serviert anschließend Hip-Hop „at his best“.

„Wir freuen uns sehr auf die Langenachtderkunst und danken allen Beteiligten für ihre Teilnahme – denn durch Sie ist die Veranstaltung lebendig und überhaupt erst möglich“, sagt Lena Jeckel, Leiterin des Fachbereichs Kultur der Stadt Gütersloh. Doris Pieper von der Bürgerstiftung lobt die Vielfalt und die für die LNDK so typische Kultur der Offenheit und des Miteinanders – was in Zeiten des Gegeneinanders so wichtig sei und ein klares Zeichen setze.

Es gibt viel zu erleben: Bekanntes aus der Gütersloher Kulturszene ebenso wie ganz Neues.  Dazu zählt unter anderem „Lambe Lambe“, Miniaturtheater von der Compagnie BlickKisten. Durch ein Guckloch taucht man in magische Welten ein, bei dem perfektes Fingerspiel mit Figuren und Objekten Groß und Klein verzaubert. Auf dem Kolbeplatz wird Live-Malerei im Großformat präsentiert – und das an drei Leinwänden gleichzeitig. Im Kunstverein regieren Farbwolken, die der Künstler Aaron Rahe ironisch aus Schlagzeilen, Memes und Slogans, die unsere tägliche Aufmerksamkeit fesseln, zu einer eigenwilligen „Gag Economy“ bündelt. Vor dem Service Center der Stadtwerke lädt Alexandra Malobrodski mit ihrem mobilen Fotostudio dazu ein, sich aus einem großen Fundus zu verkleiden und fotografieren zu lassen – um zu erfahren, wie sehr Kleidung persönliche und gesellschaftliche Rollen prägt, wie sie Identität und Verhaltensveränderungen schafft. Das Theater Gütersloh hält gleich mehrere Kunst-Koordinaten parat: Ausstellungen im Foyer und in der Anlieferungszone, Schauspiel von der Bürgerbühne, viel Musik, Urban Dance auf der Hinterbühne und Drama-Slam in der Skylobby.

Die Martin-Luther-Kirche erstrahlt durch eine beeindruckende Lichtinstallation, musikalisch untermalt durch die Big Band des Ev. Stiftischen Gymnasiums. Im Alten Amtsgericht heißt es: An die Tasten, fertig los!: Christian Tadday führt mit seinem Akkordeon, dem Instrument des Jahres 2026, sowie am Klavier durch Stile und Epochen – während Daria Hadar live zeichnet. In den Redaktionsräumen der Neuen Westfälischen werden Fotos der eigenen Pressefotografen gezeigt und für einen guten Zweck versteigert.

Und selbstverständlich öffnet auch die Bürgerstiftung zur LNDK wieder ihre Türen weit und lockt mit ästhetischen Schattenwelten, die das Münsteraner Künstlerpaar Martina Lückener und Benedikt Burghoff so filigran wie expressiv aus Papier- und Filzschnitten sowie mit Monotypien erschafft.  Um diese und die vielen anderen Attraktionen dieses Abends nicht zu verpassen, gibt es das gesamte Programm in einer Broschüre zusammengefasst, die bei den teilnehmenden Institutionen ausliegt. Weitere Infos unter: www.langenachtderkunst.de.