„Dat Wasser von Bonn is jutt“. Nicht nur die unter diesem selbstbewussten Motto geführte Tour hat die „Aufwind“-Stipendiat*innen der Bürgerstiftung Gütersloh bei einem Mehrtagesbesuch in der ehemaligen Bundeshauptstadt begeistert. Auch ein Besuch im Haus der Geschichte, in dem deutsche Zeitgeschichte seit 1945 hautnah erlebbar ist, oder die geführte Radtour durchs schönste Bonner Wohnquartier, die im Gründerzeitstil erhalten gebliebene, schmucke Südstadt, sowie ein Streifzug durchs ehemalige Regierungsviertel samt Rheinaue gehörten zum umfangreichen Programm.
„Wasser“ ist das bestimmende Oberthema, das die unterschiedlichen Aktivitäten der Gütersloher Stipendiat*innen in diesem Jahr bündelt. Und so nahmen sie zusammen mit ihren Mentorinnen Beate Hinrichs und Elke Dreier in Bonn mit großem Interesse nicht nur die Informationen über die komplexen Strukturen der Trinkwasserversorgung einer Großstadt auf, sondern auch Wissenswertes über den notwendigen Brückenbau – damals wie heute. Hinzu kamen Daten und Fakten zur Rheinschifffahrt, aber auch zum Thema Hochwasser. Denn damit hatte vor allem Bonn-Beuel immer wieder zu kämpfen - seit der Rhein im 19. Jahrhundert für die Schifffahrt begradigt wurde. Nicht zu vergessen: die Trinkprobe vor Ort und die Diskussion, ob man im Rhein schwimmen kann und sollte.
Direkt ins Wasser wagte sich die Gruppe nicht. Dafür aber genossen die Gütersloher eine sonnenbeschienene Panoramafahrt bis Königswinter auf einem der weißen Rheinschiffe. Entspannt glitt der Blick dabei vom Deck auf die markanten Hochhäuser des früheren Regierungsviertels inklusive Post Tower und „Langem Eugen“ - dem ehemaligen Abgeordnetenhochhaus des Deutschen Bundestags und heutigen Sitz der Vereinten Nationen. Vorbei am modernen Büro- und Freizeitkomplex im Bonner Bogen ging es zum Drachenfels mit seinem malerischen Märchenschloss, der Drachenburg, und zum geschichtsträchtigen Petersberg, wo das berühmte Gästehaus der Bundesrepublik thront.
Reich an Eindrücken und mit viel neu erlebtem „Aufwind“ kehrten die Stipendiat*innen nach Gütersloh zurück.
