„Wenn wir all diejenigen mobilisieren können, die sich für unsere Grundrechte und ein demokratisches Miteinander begeistern, und zudem Menschen erreichen die skeptisch sind, anders denken oder sich noch nicht beteiligt haben, dann wird es richtig gut – und vielleicht ist diese Premiere der Beginn von etwas ganz Großem“, sagt Henning Matthes, Beigeordneter für den Bereich Bildung. Anlass ist die erste landesweite „Lange Nacht der Demokratie“ am Freitag, 26. Februar 2027, an der sich auch die Volkshochschule (VHS) Gütersloh beteiligt. Von 16 bis 22 Uhr soll sie zu einem Ort der Begegnung, des Austauschs und des demokratischen Miteinanders werden. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten André Kuper aus Rietberg und wird vom Landesverband der Volkshochschulen NRW initiiert.
Die Bürgerstiftung Gütersloh unterstützt die Veranstaltung mit 3.500 Euro, weil ihr die Stärkung demokratischer Werte als Basis für ein gutes gesellschaftliches Miteinander wichtig ist. Nicht von ungefähr hat sie z. B. den Kinder- und Jugendbeirat eingerichtet, um junge Menschen frühzeitig an verantwortliche Mitbestimmung in demokratischen Strukturen heranzuführen und ist Gründungsmitglied der Partnerschaft für Demokratie in Gütersloh.
„Als der Landesverband das Projekt vorgestellt hat, war sofort klar, dass wir uns beteiligen werden“, so VHS-Leiterin Désirée Solle. „Volkshochschulen sind Orte der gelebten Demokratie. Hier kommen jeden Tag Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen und gestalten friedlich ihr Miteinander. Damit sind wir auch ein Spiegel der Stadtgesellschaft.“ Gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern hat die VHS bereits erste Programmideen entwickelt. Ob Impulsvorträge mit Diskussionen, Begegnungsräume, Spiel- und Gesprächsformate, Workshops oder kulturelle Beiträge aus Kunst, Musik und Theater – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Auch Konzerte und eine Filmvorführung sind bereits im Gespräch. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Bürgerstiftung Gütersloh sowie der Partnerschaft für Demokratie Gütersloh im Bundesprogramm „Demokratie leben!“.
Für die weitere Programmgestaltung setzt die VHS nun auf die starke Gütersloher Zivilgesellschaft. „Die Lange Nacht soll ein Fest für die Demokratie und ein einladender Raum für alle werden, die sich für eine offene Debatte und eine friedliche, vielfältige Gesellschaft einsetzen“, sagt die stellv. Leiterin der VHS Dr. Mariella Gronenthal. Eingeladen sind informelle Gruppen, Vereine, Bildungseinrichtungen und Institutionen, die eigene Ideen beisteuern möchten. Beiträge politischer Parteien und ihrer Gliederungen sind ausgeschlossen, da die Veranstaltung frei von Parteienwerbung bleiben soll.
Im Idealfall wird die gesamte Volkshochschule mit Leben gefüllt. Im Mittelpunkt steht dabei die Begegnung von Menschen, die sich bislang vielleicht kaum kennen und unter anderen Umständen selten miteinander ins Gespräch kommen würden. Spiele, Mitmachaktionen und kontroverse Impulse sollen dafür ebenso Raum bieten wie Kunst und Kultur – alle Vorschläge sind willkommen!
Interessierte können ihre Ideen bis Sonntag, 29. November, unter www.stadt.gt/lndd einreichen. Da die räumlichen Kapazitäten begrenzt sind, ist gegebenenfalls eine Auswahl erforderlich. Bis Mittwoch, 16. Dezember, erhalten alle Interessierten eine Rückmeldung, ob ihr Beitrag ins Programm aufgenommen werden kann. Fragen zu Räumlichkeiten und Umsetzungsmöglichkeiten beantwortet Dr. Mariella Gronenthal unter dr.mariella.gronenthal(at)guetersloh(dot)de.
BU Lange Nacht der Demokratie 1: (v.l.) Anja Krokowski (Stellvertretende Leitung der Stadtbibliothek), Henning Matthes (Erster Beigeordneter der Stadt Gütersloh), Heidi Ostmeier (Seniorenbeauftragte der Stadt Gütersloh), Olesia Malikova (Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration), Doris Pieper (Bürgerstiftung Gütersloh), Dr. Mariella Gronenthal (Stellvertretende Leiterin der Volkshochschule Gütersloh), Jürgen Zöllner (Leiter der Abteilung für Senioren- und Behindertenarbeit, Beratung und Betreuung von besonderen Zielgruppen und städtischer Projektkoordinator der Partnerschaft für Demokratie), Erika Engelbrecht (Eine-Welt-Gütersloh e.V.), Rita Fleiter-Wurg (Vorsitzende des Seniorenbeirats), Magdalena Altuntas (Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration) freuen sich auf die Veranstaltung in der Volkshochschule (VHS) Gütersloh. Foto: Stadt Gütersloh
