Kein Museumskeller, kein Theatersaal, kein Bibliotheksarchiv ist vor ihnen sicher: Die Kulturstrolche sind überall zu finden – vor und hinter den Kulissen. Ziel dieses maßgeblich von der Bürgerstiftung geförderten Projekts ist es, Kindern auf unterschiedlichste Art Brücken zu Kunst, Kultur und Geschichte zu bauen und sie deren ganze Vielfalt erleben zu lassen. Deshalb gucken Kulturstrolche auch nicht nur zu, sie experimentieren und hinterfragen, interagieren und dokumentieren.
Wer strolcht wo herum?
Das Projekt bietet Zweit-, Dritt- und Viertklässlern unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund altersgerecht abgestimmte Angebote. Im Klassenverband oder auch nur in kleinen Gruppen können die Kulturstrolche in aller Ruhe in Begleitung sachkundiger Projektleiter*innen Unbekanntes „beschnuppern“, um sich in den verschiedenen Kultursparten neue Lebenswelten zu erschließen. Aber auch, um Kompetenzen im Umgang mit den kulturellen Einrichtungen zu erwerben. Die Arbeit von und mit Künstlern wiederum regt sie zu eigener Kreativität an. Keine Frage, Kultur mit allen Sinnen zu entdecken bringt Wissen, fördert die Identität und soziale Zugehörigkeit und stärkt Wahrnehmung und Differenzierung. Das macht fit fürs Leben.
Wer bringt die Kultur ins Spiel?
Nicht nur das Stadtmuseum, die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv öffnen bereitwillig ihre Türen für die Kulturstrolche, auch das Bambi-Kino, die Kreismusikschule, das Theater Gütersloh, das Klimabüro, der Verein fairleben, Sport & Ballett Neumann, der Verein Gesellschaft in Bewegung und die Kunstwerkstatt Buntspecht sind dabei. Nicht zu vergessen: die Kunsthalle Bielefeld und das Böckstiegel-Museum in Werther.
Wer bezahlt’s?
Außer der Bürgerstiftung Gütersloh unterstützt die Stadt Gütersloh, der Fachbereich Kultur und Sport, das Kultursekretariat NRW sowie das NRW-Landesministerium für Familie, Jugend, Kultur und Sport das Projekt. Allein 2024 beteiligten sich acht Gütersloher Grund- und Förderschulen mit insgesamt 49 Klassen an dem Projekt.
