Wenn die Angst riesengroß ist und Frauen – allein oder auch mit ihren Kindern – vor ihrem gewalttätigen Partner ins Gütersloher Frauen- und Kinderschutzhaus flüchten, dann haben sie - wenn überhaupt - oft nur Weniges wie den Pass dabei. In ihrer Not denken sie nicht daran, was noch wichtig sein könnte. Dazu gehören auch im Alltag benötigte Dinge. Deshalb finanziert die Bürgerstiftung Gütersloh aus dem unter ihrem Dach befindlichen Wulfhorst Sozialfonds sogenannte Notpakete für die Betroffenen.
Funktionale Erstversorgung als Willkommensgruß
Ob haltbare Lebensmittel oder Bedarfs- und Hygieneartikel, ob Bettwäsche, Babynahrung oder ein kleines Spielzeug für die Kinder – die Pakete werden gut gefüllt und individuell an den jeweiligen Bedarf der Betroffenen angepasst.
Jede hat ihr Päckchen zu tragen
Die Notpakete sind eine wichtige Überbrückungshilfe, denn das Frauen- und Kinderschutzhaus ist kein kostenloses Hotel. Aufgrund der strukturellen Unterfinanzierung der Kriseneinrichtung muss der Großteil der entstehenden Kosten über einen Tagessatz aufgefangen werden. Wenn die Betroffenen dieses Geld nicht haben, kommen Jobcenter oder Sozialamt dafür auf. Doch es dauert, bis die entsprechenden Anträge bearbeitet sind und das Geld kommt. Die Zeit dazwischen muss das Frauenhaus aus Spenden überbrücken. Für die Einrichtung bleibt das Risiko nicht finanzierter Belegtage.
Jede Frau, die Hilfe sucht, bekommt sie auch
Nichtsdestotrotz können von Gewalt betroffene Frauen darauf vertrauen, dass sie in der Gütersloher Kriseneinrichtung zu jeder Zeit Schutz und Hilfe finden. Und das so lange wie nötig. Bis sie eigenverantwortlich in ein neues Leben starten können.
Kontakt:
Das Gütersloher Frauen- und Kinderschutzhaus ist jederzeit unter 05241/34100 erreichbar. Informationen gibt es auch per Mail an info(at)frauenhaus(dot)de.
