Bürgerstiftung Gütersloh.
Von Bürgern – Für Bürger.

​​​​​​​Bürgerstiftung fördert Bewerber*innen-Café

Sie stehen oft vor besonderen Herausforderungen: Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ihrer Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. Das neue Bewerber*innen-Café der Diakonie bietet ihnen nun effektive Unterstützung bei den Bewerbungsschreiben und der Zusammenstellung professioneller Bewerbungsmappen. Den Jugendlichen stehen Laptops zur digitalen Bearbeitung, aber auch zu Recherchen sowie für Schulungen und Workshops im Rahmen des Projekts zur Verfügung. Zudem können sie einen multifunktionalen Drucker mit Scanfunktion zur Erfassung, Digitalisierung und Archivierung wichtiger Dokumente nutzen. Möglich gemacht hat das die Bürgerstiftung Gütersloh, die die Ausstattung und Pilotphase des Projekts mit 21.500 Euro aus dem unter ihrem Dach befindlichen Allwermann Sozialfonds fördert.

Jeden zweiten Mittwoch ab 16 Uhr füllt sich das Café Connect an der Kirchstraße mit jungen Leuten. Dann steht die sozialpädagogische Fachkraft Arbnora Seferi-Qengaj vom Jugendmigrationsdienst der Diakonie für alle Fragen rund um eine Bewerbung zur Verfügung. Sie gibt Verbesserungstipps für Anschreiben und Lebensläufe, vermittelt grundlegende digitale Kompetenzen und schult die engagierten Teilnehmer*innen im Umgang mit den Geräten. Denn viele von ihnen verfügen privat nicht über die notwendige technische Ausrüstung, haben weder Rechner noch Laptop. Im Bewerber*innen-Café lernen sie nicht nur mit Word als Grundlage für jede Bewerbung umzugehen, sondern auch einen eigenen E-Mail-Account als persönlichen Kommunikationskanal zu erstellen, um mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Sie können ihre Bewerbungen zeitgemäß per Mail versenden und ihre digitale Präsenz stärken. Entsprechend gut kommt dieses interaktive Projekt, das von praktischer, mit vielen Tipps versehener Hilfe zur Selbsthilfe lebt, bei den Teilnehmer*innen an. 12 haben bislang schon daran teilgenommen. Und die Nachfrage wächst.

„Dieses Angebot schafft eine solide Basis, um die beruflichen Chancen der Jugendlichen zu verbessern“, sagt Arbnora Seferi-Qengaj, die auch für individuelle Beratungen zur Verfügung steht, insbesondere wenn bestimmte Fristen eingehalten werden müssen oder spezifische Fragen auftauchen. Zudem begleitet sie ihre Schützlinge zu Berufsmessen, um sie im direkten Kontakt mit Arbeitsgebern zu unterstützen, ihnen gleich vor Ort ein Feedback ihrer Bewerbung zu geben und sie darin zu bestärken, proaktiv bei der Berufswahl- und Berufsfindung  zu sein. Geplant sind weitere Aktionen wie Informationsveranstaltungen zu Ausbildungsberufen, die Erstellung von Bewerbungsfotos oder die Erkundung von Betrieben in und um Gütersloh.

Nähere Informationen zum Projekt sind dem informativen Flyer zu entnehmen, der in Schulen, Behörden und anderen Migrationsdiensten ausliegt. Anmeldungen zum Bewerber*innen-Café sind über WhatsApp unter 0171/9497224 oder auf Instagram unter jmd_gt_diakonie möglich.

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Besuch im Bewerber*innen-Cafè der Diakonie: Michael Loch (2. v. l.), Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Gütersloh, überzeugte sich von der Entwicklung des von der Stiftung unterstützten Projektes für Jugendliche mit Migrationshintergrund, das Arbnora Seferi-Qengaj (2. V. r.) leitet.